Posts tagged Scherrmann

Welche Schadstoffe sind in handelsüblichen Parfüms und welche Vorteile haben “reine Bio-Parfüms”

Wie gefährlich ein ganz gewöhnliches Parfüm ist, ahnen die meisten Benutzer nicht. Doch bei Ingrid Scherrmann von „Safer World“ kann man die Inhaltsliste eines konventionellen Parfüms nachlesen und ahnt anschließend, warum diese nicht auf dem Flakon steht: Sie klingt wie die Inventarliste eines Chemielabors. Außerdem enthält sie zahlreiche toxische Erdölprodukte und einige bekannte Krebserreger. Mit Weichmacher sorgt man dafür, dass der Duft sich besser in den Poren festsetzt und länger anhält. Der Nebeneffekt ist allerdings, dass zahlreiche Zutaten als Nervengift wirken. Sie betäuben im wörtlichen Sinne die Sinne – und prompt sprüht man sich nochmals ein, obwohl man bereits eine Fahne von Parfümduft nach sich zieht. Neben manchem Inhaltsstoff müsste ein Totenkopf prangen, weil er toxisch ist. Dann aber würden viele Kunden vom Kauf eines konventionellen Parfüms absehen. Doch Gott sei Dank ist die Parfümindustrie von der Deklarationspflicht kosmetischer Produkte ausgenommen. Man darf sich fragen, warum! Für Zehntausende von Umweltkranken und Asthmatikern ist der Duft eines Parfüms krank machend. Trotzdem werden jetzt auch Waren und Bildschirme beduftet. Die gesundheitlichen Folgen sind unabsehbar. Wer wird schon einen dreißig Jahre später ausgebrochenen Krebs oder sein Asthma auf sein Parfüm zurückführen?

Video zur Herstellung von Parfüm:

Bio-Parfüm ist in zwei Gruppen zu unterteilen. Die eine versucht über den nicht geschützten Bio- oder Naturbegriff, weitgehend synthetisch hergestellte Parfümdüfte an den Mann zu bringen. Ein paar Naturaromen dürfen sich gerne dazwischen drängen. Seriöse Hersteller aber – und damit sind wir bei Gruppe zwei – entwickeln wirklich aus Natur-Essenzen einen Aromacocktail, der wesentlich gesünder und unschädlicher ist. Verwendet werden natürliche Lavendel-, Jasmin- oder Rosenessenzen, denen man beispielsweise Orangen-, Vanille- oder Zimtnoten beimischt. Schon in der traditionellen Kunst der Parfümeure im 16. oder 17. Jahrhundert wurden natürliche Essenzen und duftende Öle aus Naturzutaten extrahiert. Die Rückbesinnung ist nötig. Doch der Marktanteil der Naturparfüms ist bisher verschwindend gering. Es ist viel einfacher, die Essenzen synthetisch herzustellen, als sie aus Baumrinden, Gewürzen, tierischen Sekreten oder Blütenblättern zu extrahieren. Naturrohstoffe sind anspruchsvoll. Zutaten für Naturdüfte müssen keimfrei bleiben oder zu bestimmten Tageszeiten gepflückt werden. Zahlreiche Natur-Essenzen muss man auf dem Weltmarkt einkaufen, weil es sie nur in bestimmten Regionen der Erde gibt. Andere – wie Schokoladenaromen, Honig und Mandeldüfte – kann man aus europäischen Quellen beziehen. Mittels Destillation, schonender Pressung oder Lösemittel-Extraktion gewinnt man aus solchen Rohstoffen bis zu 3000 kostbare Essenzen. Bis zu 100 von ihnen werden dann zu einem natürlichen Duft komponiert. Dieser muss erst reifen, bevor er in den Handel kommen kann.

 

Linktipps:

Shops für Parfüm

Artikel: Parfüm mit natürlichen Zusätzen

Blogpost: Frauen und Düfte