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Wie verläuft eine Ausbildung zum Pathologen?

Die Ausbildung zum Pathologen setzt zunächst einmal die allgemeine Hochschulreife oder einer als gleichwertig anerkannte Vorbildung voraus. Liegen diese Voraussetzungen vor kann der spätere Pathologie das mindestens sechs Jahre dauernde Studium der Humanmedizin durchführen. Erst nach der Approbation zum Arzt kann er sich dann fachärztlich zum Pathologen weiterbilden. Auch diese Weiterbildung dauert mindestens sechs Jahre und schließt mit der Facharztprüfung ab.

Im ersten Ausbildungsabschnitt, der Basisweiterbildung zum Facharzt für Pathologie wird die Obduktionstätigkeit geschult. Dabei wird gelehrt wie histologische Untersuchungen durchgeführt und epikriptisch ausgewertet werden. Der Kandidat übt die Entnahme morphologischen Materials für die zytologische und histologische Untersuchung und die makroskopische Untersuchung, also die Untersuchung ohne Verwendung von Vergrößerungsgeräten. Er lernt, wie man histologische und zytologische Präparate aufbereitet und über diese entsprechende Befunde anfertigt. Schnelle Untersuchungen des entnommenen Gewebes unter dem Mikroskop gehören ebenfalls zur Ausbildung wie auch die spezielleren Diagnosemethoden der Molekularpathologie, der Zytogentik, der Morphometrie und Immunhistochemie sowie Nukleinsäure- und Eiweißuntersuchung. Hinzu kommt noch die Lehre davon, wie man Untersuchungsgut asserviert und fotografisch dokumentiert.

Im zweiten Bildungsabschnitt wird die Obduktionstätigkeit auf die Bereiche der speziellen Präparationstechnik und der mikroskopischen und makroskopischen Nachweismethodik erweitert. Dabei geht es dann darum obduzierte Leichen herzurichten und Leichen zu konservieren. Darüber hinaus werden die Abstrichuntersuchungsmethode und die Dermahistologie geschult.

Im Rahmen dieser Ausbildung zum Facharzt werden auch rechtliche, wissenschaftliche ethische Grundlagen ärztlichen Handelns vermittelt. Der Arzt dabei die Durchführung und schriftliche Fixierung von Gutachten. Im Ausbildungsplan haben auch die Schulungen zur Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagement ihren Platz. Der angehende Facharzt erfährt auch, dass etliche Krankheitsbilder psychosomatische Ursachen haben. Wichtig für den Facharzt sind auch die Kenntnisse über die Strukturen des Gesundheitswesens.

Sehr oft finden die Weiterbildungen zum Facharzt an Hochschulkliniken oder Universitätskliniken statt, an denen die angehenden Fachärzte eine Vollzeittätigkeit ausüben. Sie werden vor Ort von befugten Ärzten praktisch und theoretisch unterwiesen. Die entsprechenden Vorbereitungen und Nachbereitungen müssen jedoch im Selbststudium zu Hause geleistet werden. Da sehr häufig nicht die gesamte Weiterbildung an einer einzigen Klinik abgeleistet werden kann, müssen sich die angehenden Fachärzte schon frühzeitig auf einen Ortswechsel einrichten.

Da diese Weiterbildung neben einer Vollzeit-Berufstätigkeit stattfindet braucht der angehende Facharzt ein erhebliches Maß an Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. Auch das Zeitmanagement muss der angehende Facharzt beherrschen, da er häufig auch an Sonderveranstaltungen teilnehmen muss, um sich spezielle Kenntnisse anzueignen.

Während des Studiums und der Weiterbildung erwirbt der angehende Facharzt für Pathologie Kernkompetenzen in folgenden Wissenschaftsbereichen: Laborarbeiten, Labortechnik, Morphologie, Histologie, Labortechnik, Zytologie, Pathologie und Obduktion.

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