Wie heilt man eine Zell- oder Gewebebeschädigung?
Gewebeschädigungen können durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden und sind heterogen: So werden zu Gewebeschäden beispielsweise Hautverbrennungen durch physikalische Hitze gezählt, aber auch Knorpelverletzungen aufgrund von Sportunfällen und Nervenschädigungen – letztere können beispielsweise hervorgerufen werden durch regenerative Erkrankungen wie Parkinson.
Zellschädigungen beschreiben Schäden einzelner Zellen und/oder derer Zellkerne; hervorgerufen werden können solche Schäden beispielsweise durch das Einwirken ionisierender Strahlung (unter anderem bei Methoden der Strahlentherapie) oder radioaktiver Strahlung.
Heilmethoden bei Gewebeschädigungen:
Je nach Art der Gewebeschäden sind verschiedene Therapieformen wirksam; als erste Hilfemaßnahme bei leichteren Hautverbrennungen werden beispielsweise äußerlich aufzutragende Mittel genutzt wie Gele aus Wasser und Geliermittel: Das Gel absorbiert Hitze und hält die Verbrennungsstelle kühl – so kann die Beschädigung weiteren Gewebes durch in der Verletzungsstelle gespeicherte Hitze verhindert werden.
Ganzheitliche Ansätze behandeln leichte, reversible Gewebeveränderungen – beispielsweise durch Ablagerungen – unter anderem mit manueller Therapie: Betroffene Körperregionen werden im Zuge entsprechender Massagen angeregt, was unter Umständen zu leichten Schmerzen führen kann; auf diese Weise soll das körpereigene Immunsystem vorhandene Schädigungen lokalisieren können, um sie dann zu bekämpfen.
Für die Heilung schwererer Gewebeschädigungen gibt es in der Forschung beispielsweise den Ansatz der regenerativen (wiederherstellenden) Methoden: Verfolgt wird dabei die Idee, dem betroffenen Patienten Stammzellen zu injizieren, die zum Aufbau von Gewebe beitragen. Ein weiterer Forschungsansatz beruht auf der Injektion oder der Transplantation von ‘gezüchtetem’ Gewebe oder von Gewebesäften; auf diese Weise soll der Körper in seiner Regenerationsfähigkeit angeregt werden.
Bei durchgeführten operativen Eingriffe – beispielsweise bei Schädigungen von Bindegewebe – werden dem Patienten beispielsweise textile Netzimplantate (sogenannte ‘meshes’) zum Stützen beschädigter Regionen implantiert.
Heilmethoden bei Zellschädigungen:
Zellen werden beispielsweise geschädigt bei der regenerativen Krankheit Alzheimer; jüngere Untersuchungen gehen davon aus, dass die Ursache unter anderem in der Beschädigung von Zellbestandteilen liegt, die für die Energieversorgung einer Zelle verantwortlich sind. So können eventuell bestimmte verabreichte Enzyme die Beschädigungsvorgänge hemmen.
Auf dem Gebiet der kosmetischen Medizin werden verschiedene Ansätze verfolgt, um altersbedingten Zellschädigungen entgegen wirken zu können; unter anderem beispielsweise durch tierische Zellen – allerdings wurden keine wissenschaftlichen Erfolge erzielt und eine entsprechende Behandlung birgt diverse Nebenwirkungen.
Heilansätze bei durch radioaktiv beschädigten Zellen liegen beispielsweise darin, zunächst eine weitere Ausbreitung und Anreicherung der Radioaktivität im Körper zu verhindern. Da sich radioaktive Substanzen in Organen wie der Schilddrüse anlagern, erfolgt eine Jodgabe, die von der Schilddrüse aufgenommen wird. Letztere ist so gesättigt und kann weniger radioaktive Substanzen anlagern. Entsprechenden Schädigungen im Blut kann beispielsweise durch Transfusionen oder Vitamingaben als Stimulationstherapie begegnet werden.
