Was passiert bei einer Stoffwechselerkrankung?
Auch die Abläufe im menschlichen Körper basieren auf einer Vielzahl von chemischen Reaktionen und Aktionen. Der Stoffwechsel stellt die Gesamtheit dieser Abläufe dar – denn unser Körper nimmt stets etwas auf, verarbeitet etwas oder gibt etwas ab. Ist dieser natürliche und lebenswichtige Kreislauf des Körpers gestört oder „krank“, spricht man von einer Stoffwechselerkrankung.
Eine Stoffwechselerkrankung kann viele individuelle Erscheinungsformen und so auch sehr viele verschiedene Krankheitsbilder zur Folge haben. Es gibt zahlreiche Krankheiten, die unter den weitreichenden Überbegriff der Stoffwechselstörungen und –Erkrankungen fallen. Die wohl bekanntesten sind beispielsweise Diabetes, Fettleibigkeit, Gicht und die Eisenspeicherkrankheit.
Symptome, Krankheiten und Ursachen
Um die genaue Art der Stoffwechselstörung, und somit auch die durch diese verursachte Erkrankung, definieren und eingrenzen zu können, muss man diagnostizieren, wo und wie genau der Körper falsch arbeitet. Stoffwechselstörungen können sich unter anderem darin äußern, dass bestimmte Stoffe und Substanzen nicht transportiert oder verarbeitet werden, dass bei der Verarbeitung entstehende Zwischenprodukte nicht korrekt abgebaut oder in zu hohem Maße produziert werden oder dass notwendige Produkte nicht langfristig und korrekt gespeichert werden. Die Möglichkeiten sind hier so weitreichend, wie es die Palette an Erkrankungen ist, die zur Familie der Stoffwechselstörungen gehören. Bei diesem Thema lässt sich also wirklich nur sehr oberflächlich pauschalisieren.
Bei der Diabetes Erkrankung wird das Blut beispielsweise überzuckert, da der Körper nicht ausreichend Insulin produziert, um den Zucker zu verarbeiten und abzubauen. Bei der Fettstoffwechselstörung ist dies ähnlich, nur dass hier zugeführte Fette betroffen sind. Bei der Gicht treten wiederum erhöhte Harnsäurewerte auf und bei der Eisenspeicherkrankheit baut der Körper zu viel des aufgenommenen Eisens ungenutzt ab. Die spürbaren Symptome einer Störung des Stoffwechsels können sehr unterschiedlich sein, kommen aber oft zu Beginn mit Mattheit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und starken Stimmungsschwankungen daher. Deshalb sollte man bei längerem Unwohlsein bestenfalls direkt einen Arzt aufsuchen. Denn: Umso länger die Erkrankung unbehandelt bleibt, umso stärker werden der Körper und die Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen. Werden die Symptome besorgniserregend, liegen meistens schon die ersten bleibenden Schäden vor.
Diagnose, Abhilfe und Therapiearten
In manchen Fällen lässt sich dem Stoffwechsel mittels Lebens- oder Ernährungsumstellungen unter die Arme greifen, um die Symptome der Stoffwechselerkrankung in Grenzen zu halten oder diese gänzlich zu beseitigen. Nicht immer ist es damit allein allerdings getan. Bei vielen Arten der bekannten Stoffwechselstörungen ist eine dauerhafte oder wenigstens langfristige Therapie von Nöten, die nicht selten auch eine regelmäßige Medikamentenzufuhr erfordert. Eine Alternative gibt es hier oftmals nicht, denn zahlreiche Stoffwechselerkrankungen können bei Nichtbehandlung oder –Beachtung auf langer Sicht tödlich enden.
