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Neue Technik soll Schlaganfall verhindern

Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover haben ein kleines Schirmchen, welches am Herzen liegen soll, entwickelt, mit dem der Patient besser vor Schlaganfällen geschützt werden soll. Die Mediziner also implantieren dieses Schirmchen, welches einen Durchmesser von ca. 3 cm hat, in das linke Vorhofohr, das dann wie eine Tasche auf dem oberen Teil des Herzens liegt. Das soll angeblich den Blutgerinnseln den Weg zur Blutbahn versperren. Denn wie man weiß, entsteht ein Schlaganfall meist durch ein Vorhofflimmern, was durch eine Ansammlung von Blutgerinnseln im Vorhofohr begünstigt wird. Die Gerinnsel können dann in das Gehirn gelangen und dort die Blutgefäße verstopfen. Seit Frühjahr 2009 ist die Methode weltweit zulässig.

Ein Arzt meinte, dass man durch den Verschluss des linken Vorhofohres mittels eines Schirmchens einen Schlaganfall genauso verhindert werden kann, wie mit Medikamenten. Das Verschlussimplantat besteht aus einem mit Kunststoff überzogenen Stahlgeflecht. Das Gewebe soll nach Implantation das Schirmchen umschließen. Ein 71-jähriger Mann war der Erste, dem sie solch ein Schirmchen implantierten. Zuvor litt er sieben Jahre lang an Herzrhythmusstörungen und Herzbeschwerden.

Damals stellten die Ärzte bei ihm ein Vorhofflimmern fest, das einen Schlaganfall mit sich ziehen kann. Der Patient musste Blutverdünnungsmittel nehmen, doch dabei traten Komplikationen auf. Er sagt, er hätte über einen längeren Zeitraum eine höhere Dosis zu sich genommen. Dadurch hat sich das Blut so sehr verdünnt, dass es durch den ganzen Körper gegangen ist. Er hatte fast zweieinhalb Liter Blut im Gewebe. Schließlich wurde er dann mit schweren Einblutungen in die Brusthöhle ins Krankenhaus eingeliefert. Seit der Implantation des Schirmchens, geht es ihm wieder sehr gut.

Diese Implantation dauert ca. 45 Minuten. Die Operation wird nur unter lokaler Betäubung durchgeführt. Das Schirmchen wird mittels eines Herzkatheters, der über die Leiste eingeführt wird, in den Vorhof implantiert. Schon nach einem Tag, kann der Patient das Krankenhaus verlassen. Nach sechs Wochen sollte das Gewebe das Schirmchen umhüllen, damit es vom Körper nicht mehr als Fremdkörper wahrgenommen wird. Auch eine häufige Ursache von Schlaganfällen ist das Verklumpen von Blut in den Gefäßen. Im Vorhof z. B. fließt das Blut langsamer. Und je langsamer es fließt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es verklumpt. Dann entsteht ein Gerinnsel, welches sich ablösen kann und über das Herz in die Blutkreislaufbahn gelangen kann. Und wenn sie dann im Gehirn auf eine kleine Ader treffen, kann diese verstopfen und es kommt somit zum Schlaganfall. Fast 25 % der Schlaganfälle entstehen durch dieses Vorhofflimmern.

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