Neue Technik soll Schlaganfall verhindern
Damals stellten die Ärzte bei ihm ein Vorhofflimmern fest, das einen Schlaganfall mit sich ziehen kann. Der Patient musste Blutverdünnungsmittel nehmen, doch dabei traten Komplikationen auf. Er sagt, er hätte über einen längeren Zeitraum eine höhere Dosis zu sich genommen. Dadurch hat sich das Blut so sehr verdünnt, dass es durch den ganzen Körper gegangen ist. Er hatte fast zweieinhalb Liter Blut im Gewebe. Schließlich wurde er dann mit schweren Einblutungen in die Brusthöhle ins Krankenhaus eingeliefert. Seit der Implantation des Schirmchens, geht es ihm wieder sehr gut.
Diese Implantation dauert ca. 45 Minuten. Die Operation wird nur unter lokaler Betäubung durchgeführt. Das Schirmchen wird mittels eines Herzkatheters, der über die Leiste eingeführt wird, in den Vorhof implantiert. Schon nach einem Tag, kann der Patient das Krankenhaus verlassen. Nach sechs Wochen sollte das Gewebe das Schirmchen umhüllen, damit es vom Körper nicht mehr als Fremdkörper wahrgenommen wird. Auch eine häufige Ursache von Schlaganfällen ist das Verklumpen von Blut in den Gefäßen. Im Vorhof z. B. fließt das Blut langsamer. Und je langsamer es fließt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es verklumpt. Dann entsteht ein Gerinnsel, welches sich ablösen kann und über das Herz in die Blutkreislaufbahn gelangen kann. Und wenn sie dann im Gehirn auf eine kleine Ader treffen, kann diese verstopfen und es kommt somit zum Schlaganfall. Fast 25 % der Schlaganfälle entstehen durch dieses Vorhofflimmern.
