Video zur Herstellung von Parfüm:
Bio-Parfüm ist in zwei Gruppen zu unterteilen. Die eine versucht über den nicht geschützten Bio- oder Naturbegriff, weitgehend synthetisch hergestellte Parfümdüfte an den Mann zu bringen. Ein paar Naturaromen dürfen sich gerne dazwischen drängen. Seriöse Hersteller aber – und damit sind wir bei Gruppe zwei – entwickeln wirklich aus Natur-Essenzen einen Aromacocktail, der wesentlich gesünder und unschädlicher ist. Verwendet werden natürliche Lavendel-, Jasmin- oder Rosenessenzen, denen man beispielsweise Orangen-, Vanille- oder Zimtnoten beimischt. Schon in der traditionellen Kunst der Parfümeure im 16. oder 17. Jahrhundert wurden natürliche Essenzen und duftende Öle aus Naturzutaten extrahiert. Die Rückbesinnung ist nötig. Doch der Marktanteil der Naturparfüms ist bisher verschwindend gering. Es ist viel einfacher, die Essenzen synthetisch herzustellen, als sie aus Baumrinden, Gewürzen, tierischen Sekreten oder Blütenblättern zu extrahieren. Naturrohstoffe sind anspruchsvoll. Zutaten für Naturdüfte müssen keimfrei bleiben oder zu bestimmten Tageszeiten gepflückt werden. Zahlreiche Natur-Essenzen muss man auf dem Weltmarkt einkaufen, weil es sie nur in bestimmten Regionen der Erde gibt. Andere – wie Schokoladenaromen, Honig und Mandeldüfte – kann man aus europäischen Quellen beziehen. Mittels Destillation, schonender Pressung oder Lösemittel-Extraktion gewinnt man aus solchen Rohstoffen bis zu 3000 kostbare Essenzen. Bis zu 100 von ihnen werden dann zu einem natürlichen Duft komponiert. Dieser muss erst reifen, bevor er in den Handel kommen kann.
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Artikel: Parfüm mit natürlichen Zusätzen
Blogpost: Frauen und Düfte
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Der erste Schritt beim Gang zum Arzt: Die richtige Diagnose
Rückenleiden können heute sehr gut erkannt werden. Der behandelnde Arzt erstellt anhand der Beschreibung von akuten Beschwerden eine sogenannte Anamnese: Die genaue Beschreibung des Krankheitsbildes. Dabei spielen sowohl die Intensität des Schmerzes, als auch eventuelles Ausstrahlen auf Nacken oder Schultern eine Rolle. Wichtig für die Diagnose ist es auch, festzustellen, ob in der Familie des Patienten schon Rückenprobleme vorgekommen sind oder bei welchen Bewegungsabläufen die Schmerzen auftreten. Ursachen für Rückenschmerzen können von Erkrankungen wie Osteoporose oder einer verkrümmten Wirbelsäule herrühren, aber auch Entzündungen zählen zu den häufigen Auslösern von Rückenschmerzen. Röntgenaufnahmen geben genaueren Aufschluss über das vorliegende Krankheitsbild.
Früherkennung – ein wichtiges Indiz für die erfolgreiche Therapie
Je nach Befund und Art der Rückenbeschwerden wird eine medikamentöse oder physiotherapeutische Behandlung eingeleitet. Meist werden in der akuten Phase der Behandlung schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente verabreicht oder gespritzt. Dabei stimmt der Arzt sowohl die Dosierung als auch die Dauer der Anwendung auf den Patienten individuell ab. Sobald Schmerzen und Entzündung rückläufig sind, kann eine physiotherapeutische Behandlung sinnvoll sein, um die Durchblutung zu fördern und die Muskeln zu stärken, denn eine gut trainierte Muskulatur ist ein Garant für eine gesunde Wirbelsäule.
Moderne Behandlungsmethoden: Für jeden Schmerzpatienten ist etwas dabei
Ob Kälte- oder Wärmebehandlung, ein Stützkorsett, Akupunktur oder eine Elektrotherapie – die Behandlungsmethdoden zur Heilung von Rückenbeschwerden sind sehr vielfältig. Wichtige Voraussetzungen, um die richtige Therapie zu finden, sind eine intensive Beratung und eine klare Diagnose durch den Arzt. Eine der häufigsten Behandlungsmethoden ist die Massage. Sie fördert gezielt die Durchblutung und sorgt für Entspannung und Schmerzlinderung. Dabei gibt es verschiedene Methoden zur Auswahl: die klassische Massage, Unterwasser- oder Bindegewebsmassage – dabei handelt es sich um eine besondere Reiztherapie, die sich positiv auf die inneren Organe und den Bewegungsapparat auswirkt.
Weitere Behandlungsmethoden zur Schmerzlinderung ist die Elektrotherapie, bei der elektromagnetische Ströme sowohl die Durchblutung als auch den Stoffwechsel anregen, oder eine Thermotherapie, bei der je nach Krankheitsbild Wärme oder Kälte eingesetzt werden, sowie Ultraschall, der gezielt beruhigend auf die schmerzenden Muskeln und Sehnen einwirkt.
Tipps zur Alternativmedizin oder Ergänzungen der konventionellen Medizin bieten sich verschiedene Therapiemöglichkeiten an. Mit Naturheilkunde, Homöopathie, Osteopathie, Akupunktur, Bioresonanztherapie, Wasseranwendungen, Hypnose, Krankengymnastik oder Ernährungsheilkunde lassen sich zahlreiche Beschwerdebilder gut beheben. Viele Allgemeinmediziner folgen dem Wunsch der Patienten und erwerben entsprechende Zusatzqualifikationen. Andere Mediziner sprechen aber einem Teil dieser Therapien die Wirkung ab. Nur wenige Krankenkassen übernehmen alternative Therapien, Therapien der klassischen chinesischen Heilkunde oder Homöopathie. Kneipp Anwendungen, Thalasso-Therapie, Fasten oder Unterwassermassagen gehören heute in den Bereich der Wellness oder Medical Wellness. Sie müssen fast immer selbst bezahlt werden. Dies kann anders sein, wenn die Therapie als Ergänzung zu einer Krebsbehandlung erfolgt und nachweislich Linderung bewirkt.
Wer sich mit Akupunktur oder Anthroposophischer Medizin, mit Aromatherapie oder Ayurveda, traditioneller chinesischer Medizin oder Bach-Blütentherapie, mit Chiropraktik, Erdstrahlen oder Frischzellentherapie, Fasten oder Homöopathie, mit Irisdiagnostik, Magnetfeldtherapie oder Ozontherapie, mit Reikibehandlungen, Craniosakraltherapie, Shiatsu oder Schüssler Salzen befassen möchte, findet zahlreiche Informationsangebote dazu. Die meisten dieser Therapien werden über Heilpraktiker angeboten, manche auch über spezialisierte Körpertherapeuten. In Ergänzung zur Schulmedizin erweitern sie die Palette der Behandlungsmöglichkeiten beträchtlich. Auch wenn die auf empirische Daten ausgerichtete Schulmedizin die Wirkungen solcher Therapien zum Teil leugnet, weiß jeder Erfahrungsmediziner, dass sie heilen und lindern können. Klar ist aber auch dass bei bestimmten Beschwerdebildern keine dieser Therapien helfen wird. Oft sind Operationen und Bestrahlungen nötig. Doch selbst dann kann die Genesungsphase durch alternative Therapien verkürzt werden.
]]>Heilung durch Ausgleich
Nach ayurvedischer Ansicht wird der menschliche Körper von drei Energien (Doshas) beherrscht. Diese nehmen beispielsweise Einfluss auf Verdauung, Nervensystem, Blut und die Verhaltensweisen. Durch Beobachtung und Erfahrung erkannte man die Zusammenhänge bestimmter Erkrankungen mit bestimmten Doshas. Auch der deutschen Naturheilkunde sind bestimmte Charaktertypen, die zu bestimmten Krankheiten oder Beschwerden neigen, bekannt. Der wild gestikulierende Choleriker leidet sehr wahrscheinlich an Bluthochdruck und hat hin und wieder Durchfall aufgrund seiner schnellen Verdauung. Der Ayurveda versucht die individuelle Zusammensetzung der Doshas im Menschen zu erkennen und diese im Gleichgewicht zu halten. Denn erst durch das Ungleichgewicht, durch die Ausbreitung einer der Energien, entstehen Krankheiten.
Gesunde Ernährung nach Ayurveda
Die Ernährung kann sehr viel Einfluss auf die drei Doshas nehmen. Viele der spezifischen Empfehlungen sind auch uns bekannt. So soll man etwa bei Durchfall keine öligen und scharfen Speisen essen. Der Ayurveda empfiehlt das gleiche. Durch die Ernährung wird jedoch nicht nur Einfluss auf die Verdauung genommen. Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel kann auch den Hautzustand verändern, geistige Ruhe fördern oder die Stimmung verbessern. Denn der Körper reagiert nicht nur auf die Nahrung selbst und die enthaltenen Nährstoffe. Auch das Aussehen, der Geruch und der Geschmack lösen feine Prozesse im Organismus aus. Daher wird häufig zu bestimmte Geschmacksrichtungen empfohlen oder abgeraten.
Heilkräuter als sanfte Therapie
Der Ayurveda bedient sich genau so wie die TCM einem großen Spektrum an Kräutern, Wurzeln und Samen. Diese sollen die Organtätigkeit anregen, den Stoffwechsel verbessern und Reinigungsprozess einleiten. Was in der Alternativmedizin häufig als „Schlacken“ bezeichnet wird, nennt sich im Ayurveda „Ama“. Damit sind Giftstoffe, also unverdaute Restprodukte gemeint, welche sich im Gewebe, in den Organen und im Blut ansammeln. Die indischen Heilkräuter sollen diese lösen können. Es gibt viele verschiedene Mischungen, Toniken oder Pulver, welche für bestimmte Beschwerden, bestimmte Organe oder bestimmte Mängelzustände verabreicht werden. Die Nebenwirkung sind sehr gering, da es sich ausschließlich um natürliche Mittel handelt. Für weitere Infos: rosenberg-ayurveda.de
]]>Weiterhin gibt es auch viele Männer denen ihr Problem peinlich ist, diese möchten mit diesem dann nicht unbedingt zum Arzt gehen, ihr Problem jedoch möchten sie aber auch behandeln. Für solche Menschen gibt es die Möglichkeit sich Medikamente aus dem Europäischen Ausland zu bestellen, welche dort eventuell Rezeptfrei erhältlich sind. Erektile Dysfunktion Piller ist zum Beispiel in Schweden erhältlich und gegen ein gewisses Geld nach Deutschland importierbar. Viele der betroffenen Männer sind bereit das doppelte für die Medikamente zu zahlen, damit ihre Erkrankung unter keinen Umständen an Bekannte von ihnen weitergetragen wird. Impotenz ist ein Thema, welches Männer immer zu verdrängen versuchen, da dies in der Natur des Menschen liegt. Neben Viagra gibt es auch noch andere verschiedene Mittel, die die Potenz anregen können, jedoch ist Viagra das von Medizinern empfohlene, da es so gut wie keine Nebenwirkungen zeigt. Alles in allem muss man sagen das Viagra die Welt stark verändert hat und vielen Männern wieder Hoffnung geschenkt hat.
]]>Jede achte Frau erkrankt an Brustkrebs – das sind 58000 Frauen pro Jahr. Die meisten Frauen sind älter als 45 Jahre. Einzelne Risiken wie eine Frühzeitigkeit der ersten Menstruation, ein später Beginn der Wechseljahre und ein gehäuftes Auftreten von Brustkrebs in der Verwandtschaft sind gut erforscht. Aber sie können weder von den Frauen selbst noch von Medizinern beeinflusst werden. Die Forscherinnen des DKFZ haben deshalb zusammen mit Kollegen des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf nach beeinflussbaren Risiken gesucht. Sie beschäftigten sich dabei mit Themen wie Hormonersatzbehandlung zur Linderung von Wechseljahr-Beschwerden, körperliche Bewegung, Übergewicht und Alkoholkonsum. Knapp 10 000 Frauen haben die Forscher für ihre von der Deutschen Krebshilfe geförderten MARIE-Studie (Mammakarzinom-Risikofaktoren-Erhebung) untersucht, darunter 6.386 Kontrollpersonen und 3.074 Patientinnen, die nach dem Eintritt der Klimax an Brustkrebs erkrankt waren. Anhand solcher Informationen haben die Wissenschaftler die Quote an Krebsfällen berechnet, die sich auf einen bestimmten Risikofaktor zurückführen lassen. Dabei wird deutlich, dass vor allem die Einnahme von Botenstoffpräparaten und mangelnde körperliche Beweglichkeit das Risiko steigern. Alkoholkonsum und Übergewicht zeigen dagegen eine geringere Auswirkung.
Aussage: 19,4 Prozent der Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren sind auf Botenstoffräparate zurückzuführen, 12,8 Prozent auf zu wenig Bewegung. Beide Faktoren zusammengenommen sind für 29,8 Prozent der Krebsfälle zuständig. Untersuchen die Forscher die Gruppe der Patientinnen mit Geschwülsten, die Rezeptoren für Geschlechtsbotenstoffe ausbilden, so liegt der Wert sogar bei 37,2 Prozent.
Die Ergebnisse spiegeln, die Sachverhalt in BRD und die typischen Lebensgewohnheiten wider. Sie raten den Frauen dringend zu einem Verzicht auf die Hormonersatzbehandlung, wo diese nicht unbedingt nötig ist, und zu mehr Bewegung. Allein durch diese Änderung des Verhaltens könnten fast 30 Prozent aller Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren verhindert werden. Aufschlussreich: Der positive Effekt regelmäßiger Bewegung ist unabhängig vom Gewicht der Teilnehmerinnen. Die Forscher erahnen somit, dass körperliche Aktivität das Brustkrebsrisiko über hormonelle Mechanismen senkt und nicht durch die Minderung des Körperfetts.
]]>Die “Science of medicine” ist heute leider allzu oft ein negativ besetzter Begriff, mit dem Patienten Unpersönlichkeit, Massenabfertigung und teure diagnostische Spielereien verbinden. Die Wahrnehmung des individuellen Patienten gerät immer mehr ins Hintertreffen, was gleichzeitig der Naturheilkunde wiederum großen Zulauf beschert.
Doch auch die sogenannte “Schulmedizin” hat heutzutage noch großartigen Fortschritt zu bieten: Dank Fortschritten der Endoprothetik können viele über 70-Jährige wieder schmerzfrei gehen, Krebsarten wie die CML können medikamentös in den Griff bekommen werden und dank der Kapselendoskopie werden Magen- und Darmspiegelungen möglicherweise bald der Vergangenheit angehören.
Die Medizin entwickelt sich immer schneller weiter. Inzwischen gibt es sogar Paipo die Ersatzzigarette ohne Qualm welche von Medizinern als großer Schritt in die raucherfreie Welt bezeichnet wird.
Damals stellten die Ärzte bei ihm ein Vorhofflimmern fest, das einen Schlaganfall mit sich ziehen kann. Der Patient musste Blutverdünnungsmittel nehmen, doch dabei traten Komplikationen auf. Er sagt, er hätte über einen längeren Zeitraum eine höhere Dosis zu sich genommen. Dadurch hat sich das Blut so sehr verdünnt, dass es durch den ganzen Körper gegangen ist. Er hatte fast zweieinhalb Liter Blut im Gewebe. Schließlich wurde er dann mit schweren Einblutungen in die Brusthöhle ins Krankenhaus eingeliefert. Seit der Implantation des Schirmchens, geht es ihm wieder sehr gut.
Diese Implantation dauert ca. 45 Minuten. Die Operation wird nur unter lokaler Betäubung durchgeführt. Das Schirmchen wird mittels eines Herzkatheters, der über die Leiste eingeführt wird, in den Vorhof implantiert. Schon nach einem Tag, kann der Patient das Krankenhaus verlassen. Nach sechs Wochen sollte das Gewebe das Schirmchen umhüllen, damit es vom Körper nicht mehr als Fremdkörper wahrgenommen wird. Auch eine häufige Ursache von Schlaganfällen ist das Verklumpen von Blut in den Gefäßen. Im Vorhof z. B. fließt das Blut langsamer. Und je langsamer es fließt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es verklumpt. Dann entsteht ein Gerinnsel, welches sich ablösen kann und über das Herz in die Blutkreislaufbahn gelangen kann. Und wenn sie dann im Gehirn auf eine kleine Ader treffen, kann diese verstopfen und es kommt somit zum Schlaganfall. Fast 25 % der Schlaganfälle entstehen durch dieses Vorhofflimmern.
Starke Schmerzen sind in der Regel ein Warnsignal für uns, den betroffenen Körperteil zu schonen. Jedoch nicht immer machen sich Verletzungen oder körperliche Beeinträchtigungen dort bemerkbar, wo sie herkommen, sondern führen an anderer Stelle zu Schmerzen. In solchen Fällen geht für viele das Rennen los: Vom Praktischen Arzt zum Spezialisten, vom Orthopäden zum Internisten, Zahn- oder HNO-Arzt. Das sogenannte “Ärzte-Hopping” geht vielen an die Substanz. Fit oder geheilt fühlen sich danach die wenigsten.
Ein ganzheitlicher Ansatz
Ärzte haben meist nicht die Möglichkeit, sich mit Zeit und Einfühlungsvermögen um die Probleme ihrer Patienten zu kümmern. Doch exakt darauf legt ein Osteopath besonderen Wert. Als ganzheitliche Handhabung ist die Osteopathie ziemlich jung und stammt – im Unterschied zu den meisten erfahrungsmedizinischen Ansätzen – nicht aus dem Fernen Osten. Erforscht wurde die Osteopathie durch den amerikanischen Landarzt Andrew T. Still (1828-1917). Familiäre Schicksalsschläge ließen ihn an die Grenzen der damals etablierten westlichen Medizin stoßen. Rastlos auf der Forschung, widmete er sich dem genauen Studium der Lehre vom Körper und aller körperlichen Funktionen und erkannte, dass nicht nur Skelett und Muskulatur, sondern auch alle Organe und das gesamte Gewebe miteinander verbunden sind und sich somit gegenseitig steuern.
Wenn der Körper sich selbst heilt
Wörtlich übersetzt bedeutet Osteopathie “Knochenleiden”. Still hatte seine neuen Erkenntnisse mithilfe von Knochen erklärt, die er in einem Beutel bei sich trug. Ein irreführender Name allerdings, da Still erkannte, dass Einschränkungen und dadurch entstehende körperliche Krankheiten nicht nur die Knochen betreffen könnten. Auch der Blut- oder Lymphfluss, Nervenbahnen oder das Gewebe rund um eine alte Operationsnarbe können eingeschränkt beweglich sein und zu Schonhaltungen und Schmerzen führen. Bevor die eigentliche Behandlung beginnt, erstellt der Osteopath daher eine umfassende Anamnese, zu der Besprechungen mit dem Patienten ebenso gehören wie das Ertasten seiner Problemstellen. “Thinking fingers” (denkende Hände) nennen Osteopathen die besondere Methode, mit der sie körperliche Einschränkungen – oft instinktiv – finden und lösen. Dabei sind die Berührungen meist einfühlsam und ermöglichen dem Leib, seine Einschränkungen selbst zu lösen und von innen heraus gesund zu werden. Ein Osteopath verlässt sich bei seiner Tätigkeit ganz auf seine Hände. Direkt oder indirekt manipuliert er die Stelle der Blockade durch sanften Druck. Wenn er die Problemstelle selbst nicht direkt greifen kann, versetzt er den Körper durch bestimmte Techniken in die Position, die die Einschränkungen selbst löst. So wie Krankheiten im Regelfall durch den sogenannten Domino-Effekt entstehen – ihre Auslöser nämlich an ganz anderer Stelle als die späteren Krankheitszeichen sitzen -, können Probleme oft auch auf ähnliche Weise behoben werden.
Die drei Säulen der Osteopathie
Viele von Stills Schülern haben die Osteopathie weitererforscht und verfeinert und dabei verschiedene Schwerpunkte gelegt. Heute stützt sich die Osteopathie auf drei Säulen: die Parietale Osteopathie, bei der vor allem mit Wirbelsäule und Gelenken gearbeitet wird, die Viszerale Therapie, die sich auf die Organe im Becken, Bauch-, Brustraum spezialisiert hat, und die Craniosacrale Behandlung, welche den Schädel und dessen verbindende Strukturen zum Kreuzbein behandelt. Ein guter Osteopath ist in allen drei Bereichen kompetent und erfahren. Er kombiniert die Methoden untereinander und mithilfe seiner Grundausbildung, die entweder aus der eines Physiotherapeuten, Heilpraktikers oder Mediziners besteht.
Info
Die Osteopathie ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten. Auch private Krankenversicherungen übernehmen die Behandlungskosten nur teilweise. In jedem Fall ist es angebracht, vor Beginn einer osteopathischen Behandlung die Frage der Übernahme der Kosten mit der jeweiligen Krankenversicherung zu klären.
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