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Welche Alternativen zur Schulmedizin gibt es?

Die Schulmedizin stößt bei vielen Menschen auf zunehmenden Widerstand. Auf der einen Seite stehen nachgewiesene Heilwirkungen. Auf der anderen Seite steht aber eine bloße Symptombekämpfung ohne die Frage nach der Ursache. Das moderne Medizinverständnis ist nicht ganzheitlich orientiert. Es isoliert ein Organ oder Beschwerdebild vom Restkörper. Geltende medizinische Paradigmata sind für den Arzt oft das Leitmotiv, eine Erkrankung als psychisch oder psychosomatisch anzusehen statt als “echt”. So mancher Patient mit einem bisher unbekannten oder nicht anerkannten Krankheitsbild fällt folglich durch das Raster und wird falsch oder gar nicht behandelt. Ob die moderne Apparatemedizin Fluch oder Segen ist, relativiert sich spätestens, wenn man ihr anheim fällt. Auf noch mehr Kritik stößt aber die eindrucksvolle Länge der Beipackzettel. Viele Medikamente scheinen mehr potentielle Nebenwirkungen als potentielle Heilwirkungen zu haben. Die Liste der Kontraindikationen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat kein Mediziner mehr im Griff. Daher werden oft Präparate verschrieben, die bei näherem Hinsehen gar nicht genommen werden dürften. Noch weniger wird gefragt, welche anderen Medikamente derzeit eingenommen werden. Wie viele Todesfälle auf solche Dinge zurückgehen, weiß heute niemand.

Tipps zur Alternativmedizin oder Ergänzungen der konventionellen Medizin bieten sich verschiedene Therapiemöglichkeiten an. Mit Naturheilkunde, Homöopathie, Osteopathie, Akupunktur, Bioresonanztherapie, Wasseranwendungen, Hypnose, Krankengymnastik oder Ernährungsheilkunde lassen sich zahlreiche Beschwerdebilder gut beheben. Viele Allgemeinmediziner folgen dem Wunsch der Patienten und erwerben entsprechende Zusatzqualifikationen. Andere Mediziner sprechen aber einem Teil dieser Therapien die Wirkung ab. Nur wenige Krankenkassen übernehmen alternative Therapien, Therapien der klassischen chinesischen Heilkunde oder Homöopathie. Kneipp Anwendungen, Thalasso-Therapie, Fasten oder Unterwassermassagen gehören heute in den Bereich der Wellness oder Medical Wellness. Sie müssen fast immer selbst bezahlt werden. Dies kann anders sein, wenn die Therapie als Ergänzung zu einer Krebsbehandlung erfolgt und nachweislich Linderung bewirkt.

Wer sich mit Akupunktur oder Anthroposophischer Medizin, mit Aromatherapie oder Ayurveda, traditioneller chinesischer Medizin oder Bach-Blütentherapie, mit Chiropraktik, Erdstrahlen oder Frischzellentherapie, Fasten oder Homöopathie, mit Irisdiagnostik, Magnetfeldtherapie oder Ozontherapie, mit Reikibehandlungen, Craniosakraltherapie, Shiatsu oder Schüssler Salzen befassen möchte, findet zahlreiche Informationsangebote dazu. Die meisten dieser Therapien werden über Heilpraktiker angeboten, manche auch über spezialisierte Körpertherapeuten. In Ergänzung zur Schulmedizin erweitern sie die Palette der Behandlungsmöglichkeiten beträchtlich. Auch wenn die auf empirische Daten ausgerichtete Schulmedizin die Wirkungen solcher Therapien zum Teil leugnet, weiß jeder Erfahrungsmediziner, dass sie heilen und lindern können. Klar ist aber auch dass bei bestimmten Beschwerdebildern keine dieser Therapien helfen wird. Oft sind Operationen und Bestrahlungen nötig. Doch selbst dann kann die Genesungsphase durch alternative Therapien verkürzt werden.

Impotenz in der heutigen Zeit

Ein in Deutschland immer häufiger auftauchendes Problem ist das der Impotenz. Viele Männer vor allem im fortgeschrittenen Alter sind nicht mehr in der Lage eine vollständige oder überhaupt eine Erektion zu erhalten. 1998 kam für diese Menschen die Erlösung auf den Markt, das so genannte Viagra. Es setzt sich in das Blutplasma und unterstützt dieses dabei, das männliche Geschlechtsorgan zu erregieren. In Deutschland ist Viagra verschreibungspflichtig und somit nicht für jeden erhältlich.

Potenz Pillen

Potenz Pillen

Weiterhin gibt es auch viele Männer denen ihr Problem peinlich ist, diese möchten mit diesem dann nicht unbedingt zum Arzt gehen, ihr Problem jedoch möchten sie aber auch behandeln. Für solche Menschen gibt es die Möglichkeit sich Medikamente aus dem Europäischen Ausland zu bestellen, welche dort eventuell Rezeptfrei erhältlich sind. Erektile Dysfunktion Piller ist zum Beispiel in Schweden erhältlich und gegen ein gewisses Geld nach Deutschland importierbar. Viele der betroffenen Männer sind bereit das doppelte für die Medikamente zu zahlen, damit ihre Erkrankung unter keinen Umständen an Bekannte von ihnen weitergetragen wird. Impotenz ist ein Thema, welches Männer immer zu verdrängen versuchen, da dies in der Natur des Menschen liegt. Neben Viagra gibt es auch noch andere verschiedene Mittel, die die Potenz anregen können, jedoch ist Viagra das von Medizinern empfohlene, da es so gut wie keine Nebenwirkungen zeigt. Alles in allem muss man sagen das Viagra die Welt stark verändert hat und vielen Männern wieder Hoffnung geschenkt hat.

Körperliche Aktivität gegen Brustkrebs

Frauen, die auf Hormonersatzbehandlung verzichten und sich regelmäßig bewegen, können die Gefahr eines Bruskrebsleidens nach den Wechseljahren um rund 30 Prozent verringern.

Jede achte Frau erkrankt an Brustkrebs – das sind 58000 Frauen pro Jahr. Die meisten Frauen sind älter als 45 Jahre. Einzelne Risiken wie eine Frühzeitigkeit der ersten Menstruation, ein später Beginn der Wechseljahre und ein gehäuftes Auftreten von Brustkrebs in der Verwandtschaft sind gut erforscht. Aber sie können weder von den Frauen selbst noch von Medizinern beeinflusst werden. Die Forscherinnen des DKFZ haben deshalb zusammen mit Kollegen des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf nach beeinflussbaren Risiken gesucht. Sie beschäftigten sich dabei mit Themen wie Hormonersatzbehandlung zur Linderung von Wechseljahr-Beschwerden, körperliche Bewegung, Übergewicht und Alkoholkonsum. Knapp 10 000 Frauen haben die Forscher für ihre von der Deutschen Krebshilfe geförderten MARIE-Studie (Mammakarzinom-Risikofaktoren-Erhebung) untersucht, darunter 6.386 Kontrollpersonen und 3.074 Patientinnen, die nach dem Eintritt der Klimax an Brustkrebs erkrankt waren. Anhand solcher Informationen haben die Wissenschaftler die Quote an Krebsfällen berechnet, die sich auf einen bestimmten Risikofaktor zurückführen lassen. Dabei wird deutlich, dass vor allem die Einnahme von Botenstoffpräparaten und mangelnde körperliche Beweglichkeit das Risiko steigern. Alkoholkonsum und Übergewicht zeigen dagegen eine geringere Auswirkung.

Aussage: 19,4 Prozent der Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren sind auf Botenstoffräparate zurückzuführen, 12,8 Prozent auf zu wenig Bewegung. Beide Faktoren zusammengenommen sind für 29,8 Prozent der Krebsfälle zuständig. Untersuchen die Forscher die Gruppe der Patientinnen mit Geschwülsten, die Rezeptoren für Geschlechtsbotenstoffe ausbilden, so liegt der Wert sogar bei 37,2 Prozent.

Die Ergebnisse spiegeln, die Sachverhalt in BRD und die typischen Lebensgewohnheiten wider. Sie raten den Frauen dringend zu einem Verzicht auf die Hormonersatzbehandlung, wo diese nicht unbedingt nötig ist, und zu mehr Bewegung. Allein durch diese Änderung des Verhaltens könnten fast 30 Prozent aller Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren verhindert werden. Aufschlussreich: Der positive Effekt regelmäßiger Bewegung ist unabhängig vom Gewicht der Teilnehmerinnen. Die Forscher erahnen somit, dass körperliche Aktivität das Brustkrebsrisiko über hormonelle Mechanismen senkt und nicht durch die Minderung des Körperfetts.

Neue Erkenntnisse der Medizin

Die Medizin befindet sich in unserer heutigen Zeit, wie schon oft in ihrer Geschichte, an einem Scheideweg. Neuen Gerätetechniken, immer teurer werdenden Untersuchungen und High-Tech-OP-Sälen stehen wachsende Zahlen an Patienten gegenüber, die sich in der modernen Hochleistungsmedizin nicht mehr wohl fühlen und sich der Homöopathie zuwenden, welche einen großen Boom erlebt.

Solch Kontroversen gab es in der Geschichte der Medizin schon des Öfteren: Auch im 19. Jahrhundert wurden viele Zeitgenossen des gerade aufgekommenen wissenschaftlichen Forschungsgeistes überdrüssig, sie gründeten die “Reformbewegung” (Stichwort Bircher-Müsli), die Naturheilverfahren (Kneipp) sowie schließlich die Homöopathie (Christian Friedrich Samuel Hahnemann). Es folgten dennoch bahnbrechende Erfindungen in den Bereichen der Pathologie und der Mikrobiologie, das EKG wurde erfunden, Conrad Wilhelm Röntgen entdeckte die gleichnamigen Strahlen, Krebs wurde heilbar.In den vergangenen Jahren jedoch lässt sich ein Wandel in der medizinischen Wissenschaft ausmachen: Statt für die umfassende klinische Beobachtung des menschlichen Körpers und seiner Krankheiten interessiert sich die Medizin immer mehr für molekularbiologische Grundlagenforschung, Gentechnik und andere Dinge, für die der nicht medizinisch vorbelastete Bürger wenig Interesse und wenig Verständnis aufbringt. Die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik ist ein großes Thema, welches immer wieder durch die Medien und durch die Arbeitsgruppen der deutschen Politik geistert.Stichwort Politik: Auch die Rationierung der Mittel hat großen Einfluss auf die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Genug Geld war zwar noch nie da, doch in Zeiten wirtschaftlicher Ungewissheit und überwuchernder Staatsschulden stellt sich doch die drängende Frage, ob es ein weiter so geben kann. Im Jahre 2004 wurden vom Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik in Höhe von 2200 Mrd. Euro insgesamt 224 Mrd. Euro für das Gesundheitswesen ausgegeben. Zum Vergleich: Der gesamte Bundeshaushalt verfügte 2004 nur über 188,8 Mrd. Euro. Trotz dieses Lebens “auf Pump” scheint das Geld nicht auszureichen, Ärzte klagen über Überforderung und Nachwuchsmangel besonders im ländlichen Bereich, die Patienten über lange Wartezeiten und Therapiekostenvermeidung seitens der Ärzte, wenn es um ihre Gesundheit, also die der Patienten, geht.

Die “Science of medicine” ist heute leider allzu oft ein negativ besetzter Begriff, mit dem Patienten Unpersönlichkeit, Massenabfertigung und teure diagnostische Spielereien verbinden. Die Wahrnehmung des individuellen Patienten gerät immer mehr ins Hintertreffen, was gleichzeitig der Naturheilkunde wiederum großen Zulauf beschert.

Doch auch die sogenannte “Schulmedizin” hat heutzutage noch großartigen Fortschritt zu bieten: Dank Fortschritten der Endoprothetik können viele über 70-Jährige wieder schmerzfrei gehen, Krebsarten wie die CML können medikamentös in den Griff bekommen werden und dank der Kapselendoskopie werden Magen- und Darmspiegelungen möglicherweise bald der Vergangenheit angehören.
Die Medizin entwickelt sich immer schneller weiter. Inzwischen gibt es sogar Paipo die Ersatzzigarette ohne Qualm welche von Medizinern als großer Schritt in die raucherfreie Welt bezeichnet wird.

Neue Technik soll Schlaganfall verhindern

Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover haben ein kleines Schirmchen, welches am Herzen liegen soll, entwickelt, mit dem der Patient besser vor Schlaganfällen geschützt werden soll. Die Mediziner also implantieren dieses Schirmchen, welches einen Durchmesser von ca. 3 cm hat, in das linke Vorhofohr, das dann wie eine Tasche auf dem oberen Teil des Herzens liegt. Das soll angeblich den Blutgerinnseln den Weg zur Blutbahn versperren. Denn wie man weiß, entsteht ein Schlaganfall meist durch ein Vorhofflimmern, was durch eine Ansammlung von Blutgerinnseln im Vorhofohr begünstigt wird. Die Gerinnsel können dann in das Gehirn gelangen und dort die Blutgefäße verstopfen. Seit Frühjahr 2009 ist die Methode weltweit zulässig.

Ein Arzt meinte, dass man durch den Verschluss des linken Vorhofohres mittels eines Schirmchens einen Schlaganfall genauso verhindert werden kann, wie mit Medikamenten. Das Verschlussimplantat besteht aus einem mit Kunststoff überzogenen Stahlgeflecht. Das Gewebe soll nach Implantation das Schirmchen umschließen. Ein 71-jähriger Mann war der Erste, dem sie solch ein Schirmchen implantierten. Zuvor litt er sieben Jahre lang an Herzrhythmusstörungen und Herzbeschwerden.

Damals stellten die Ärzte bei ihm ein Vorhofflimmern fest, das einen Schlaganfall mit sich ziehen kann. Der Patient musste Blutverdünnungsmittel nehmen, doch dabei traten Komplikationen auf. Er sagt, er hätte über einen längeren Zeitraum eine höhere Dosis zu sich genommen. Dadurch hat sich das Blut so sehr verdünnt, dass es durch den ganzen Körper gegangen ist. Er hatte fast zweieinhalb Liter Blut im Gewebe. Schließlich wurde er dann mit schweren Einblutungen in die Brusthöhle ins Krankenhaus eingeliefert. Seit der Implantation des Schirmchens, geht es ihm wieder sehr gut.

Diese Implantation dauert ca. 45 Minuten. Die Operation wird nur unter lokaler Betäubung durchgeführt. Das Schirmchen wird mittels eines Herzkatheters, der über die Leiste eingeführt wird, in den Vorhof implantiert. Schon nach einem Tag, kann der Patient das Krankenhaus verlassen. Nach sechs Wochen sollte das Gewebe das Schirmchen umhüllen, damit es vom Körper nicht mehr als Fremdkörper wahrgenommen wird. Auch eine häufige Ursache von Schlaganfällen ist das Verklumpen von Blut in den Gefäßen. Im Vorhof z. B. fließt das Blut langsamer. Und je langsamer es fließt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es verklumpt. Dann entsteht ein Gerinnsel, welches sich ablösen kann und über das Herz in die Blutkreislaufbahn gelangen kann. Und wenn sie dann im Gehirn auf eine kleine Ader treffen, kann diese verstopfen und es kommt somit zum Schlaganfall. Fast 25 % der Schlaganfälle entstehen durch dieses Vorhofflimmern.

Die Fortschritte der Medizin

Auf allen Gebieten der Medizin waren in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten rasante Fortschritte zu verzeichnen.

Das fängt schon bei der Diagnostik und Behandlung von ungeborenen Kindern an. Mit modernsten diagnostischen Verfahren, Geräten und Behandlungsmethoden können Missbildungen, Krankheiten und körperliche Schwachpunkte frühzeitig erkannt und therapiert werden. Die Säuglingssterblichkeit ist zurück gegangen und viele drohende Behinderungen können durch die Pränatalmedizin, also die Medizin vor der Geburt, abgewendet werden.
Embryonen werden sogar schon im Mutterleib operiert, und das bereits in der Frühschwangerschaft. Fehlgeburten gibt es nicht mehr so häufig, da jetzt relativ unbedenkliche wehenhemmende Medikamente zur Verfügung stehen. Auch durch ein vorübergehendes Verschließen des Geburtskanals können drohende Fehlgeburten verhindert werden.
Im Bereich der orthopädischen Medizin glänzen die Ärzte dieser Welt ebenfalls mit Erfolgen. Neue Operationstechniken beim Gelenk- und Knorpelersatz helfen älteren und schwerkranken Patienten. Künstliche Hüftgelenke sind dabei nur ein Beispiel. Es gibt voll funktionelle, sensorische Arm- und Beinprothesen.
Komplizierte Operationen heilen dank ausgeklügelter Instrumente und Computertechniken heutzutage auch Menschen, die früher zum sicheren Tod oder zur Schwerstbehinderung verurteilt waren. Gehirnregionen können aktiviert werden, die bis vor wenigen Jahren noch völlig unerforscht waren. In Versuchen wird blinden Menschen durch das Einsetzen von Chips zumindest eine Art Kontrastsehen, eine Unterscheidung zwischen Hell und Dunkel, ermöglicht.
Transplantationen des Herzens, der Leber, der Nieren, aber auch der Extremitäten sind an der Tagesordnung. Mit Rückenmarkstransplantationen werden zunehmend auch erwachsene Leukämiekranke gerettet, die früher fast keine Überlebenschancen hatten.
Gerade bei der Behandlung von Krebspatienten denkt die klassische Schulmedizin immer mehr um. Naturheilverfahren werden in die notwendigen Behandlungen wie Bestrahlung und Chemotherapie integriert, um Nebenwirkungen zu mindern und die Patienten körperlich wie seelisch zu stärken. Mediziner haben auch erkannt, wie wichtig die Familie für kranke Menschen ist.
Hochgradig verbrannten Menschen und anderen Unfallopfern wird in speziellen Kliniken Hilfe zuteil, wobei die notwendigen Erstmaßnahmen schon im Rettungswagen oder Helikopter eingeleitet werden.
Die plastische Chirurgie leistet Bemerkenswertes in der Rekonstruktionsmedizin.
Innovative Schmerztherapien setzen die Erkenntnisse der modernen Mediziner um, dass Schmerzen nicht ertragen werden müssen und den Heilungsprozess sogar behindern. Gut zu dosiernde Narkosemittel, Teilnarkosen und Rückenmarksspritzen ersetzen die nebenwirkungsreichen und nicht ungefährlichen Narkosen früherer Tage.
In der Zahmedizin hat sich so einiges getan, denn modernste Implantate sind auf dem Vormarsch. Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Kieferfehlstellungen helfen die neuesten Techniken der Kieferorthopädie.
Spezielle Palliativstationen zeigen, wie sehr die Schulmedizin sich verändert hat. Menschen, die bald sterben müssen, erhalten auf diesen vorbildlich eingerichteten Stationen optimale medizinische, pflegerische und menschliche Versorgung.

Osteopathie- mit Händen heilen

Dauerstress, kaum Bewegung und ein dicht gefüllter Kalender: Migräne oder Verdauungsstörungen sind oft Begleiterscheinungen. Doch kaum nehmen wir uns dann die Zeit, den Ursachen für unsere Beschwerden auf den Grund zu gehen.

Starke Schmerzen sind in der Regel ein Warnsignal für uns, den betroffenen Körperteil zu schonen. Jedoch nicht immer machen sich Verletzungen oder körperliche Beeinträchtigungen dort bemerkbar, wo sie herkommen, sondern führen an anderer Stelle zu Schmerzen. In solchen Fällen geht für viele das Rennen los: Vom Praktischen Arzt zum Spezialisten, vom Orthopäden zum Internisten, Zahn- oder HNO-Arzt. Das sogenannte “Ärzte-Hopping” geht vielen an die Substanz. Fit oder geheilt fühlen sich danach die wenigsten.

Ein ganzheitlicher Ansatz

Ärzte haben meist nicht die Möglichkeit, sich mit Zeit und Einfühlungsvermögen um die Probleme ihrer Patienten zu kümmern. Doch exakt darauf legt ein Osteopath besonderen Wert. Als ganzheitliche Handhabung ist die Osteopathie ziemlich jung und stammt – im Unterschied zu den meisten erfahrungsmedizinischen Ansätzen – nicht aus dem Fernen Osten. Erforscht wurde die Osteopathie durch den amerikanischen Landarzt Andrew T. Still (1828-1917). Familiäre Schicksalsschläge ließen ihn an die Grenzen der damals etablierten westlichen Medizin stoßen. Rastlos auf der Forschung, widmete er sich dem genauen Studium der Lehre vom Körper und aller körperlichen Funktionen und erkannte, dass nicht nur Skelett und Muskulatur, sondern auch alle Organe und das gesamte Gewebe miteinander verbunden sind und sich somit gegenseitig steuern.

Wenn der Körper sich selbst heilt

Wörtlich übersetzt bedeutet Osteopathie “Knochenleiden”. Still hatte seine neuen Erkenntnisse mithilfe von Knochen erklärt, die er in einem Beutel bei sich trug. Ein irreführender Name allerdings, da Still erkannte, dass Einschränkungen und dadurch entstehende körperliche Krankheiten nicht nur die Knochen betreffen könnten. Auch der Blut- oder Lymphfluss, Nervenbahnen oder das Gewebe rund um eine alte Operationsnarbe können eingeschränkt beweglich sein und zu Schonhaltungen und Schmerzen führen. Bevor die eigentliche Behandlung beginnt, erstellt der Osteopath daher eine umfassende Anamnese, zu der Besprechungen mit dem Patienten ebenso gehören wie das Ertasten seiner Problemstellen. “Thinking fingers” (denkende Hände) nennen Osteopathen die besondere Methode, mit der sie körperliche Einschränkungen – oft instinktiv – finden und lösen. Dabei sind die Berührungen meist einfühlsam und ermöglichen dem Leib, seine Einschränkungen selbst zu lösen und von innen heraus gesund zu werden. Ein Osteopath verlässt sich bei seiner Tätigkeit ganz auf seine Hände. Direkt oder indirekt manipuliert er die Stelle der Blockade durch sanften Druck. Wenn er die Problemstelle selbst nicht direkt greifen kann, versetzt er den Körper durch bestimmte Techniken in die Position, die die Einschränkungen selbst löst. So wie Krankheiten im Regelfall durch den sogenannten Domino-Effekt entstehen – ihre Auslöser nämlich an ganz anderer Stelle als die späteren Krankheitszeichen sitzen -, können Probleme oft auch auf ähnliche Weise behoben werden.

Die drei Säulen der Osteopathie

Viele von Stills Schülern haben die Osteopathie weitererforscht und verfeinert und dabei verschiedene Schwerpunkte gelegt. Heute stützt sich die Osteopathie auf drei Säulen: die Parietale Osteopathie, bei der vor allem mit Wirbelsäule und Gelenken gearbeitet wird, die Viszerale Therapie, die sich auf die Organe im Becken, Bauch-, Brustraum spezialisiert hat, und die Craniosacrale Behandlung, welche den Schädel und dessen verbindende Strukturen zum Kreuzbein behandelt. Ein guter Osteopath ist in allen drei Bereichen kompetent und erfahren. Er kombiniert die Methoden untereinander und mithilfe seiner Grundausbildung, die entweder aus der eines Physiotherapeuten, Heilpraktikers oder Mediziners besteht.

Info

Die Osteopathie ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten. Auch private Krankenver­sicherungen übernehmen die Behandlungskosten nur teilweise. In jedem Fall ist es angebracht, vor Beginn einer osteopathischen Behandlung die Frage der Übernahme der Kosten mit der jeweiligen Krankenversicherung zu klären.

Was passiert bei einer Stoffwechselerkrankung?

Auch die Abläufe im menschlichen Körper basieren auf einer Vielzahl von chemischen Reaktionen und Aktionen. Der Stoffwechsel stellt die Gesamtheit dieser Abläufe dar – denn unser Körper nimmt stets etwas auf, verarbeitet etwas oder gibt etwas ab. Ist dieser natürliche und lebenswichtige Kreislauf des Körpers gestört oder „krank“, spricht man von einer Stoffwechselerkrankung.

Eine Stoffwechselerkrankung kann viele individuelle Erscheinungsformen und so auch sehr viele verschiedene Krankheitsbilder zur Folge haben. Es gibt zahlreiche Krankheiten, die unter den weitreichenden Überbegriff der Stoffwechselstörungen und –Erkrankungen fallen. Die wohl bekanntesten sind beispielsweise Diabetes, Fettleibigkeit, Gicht und die Eisenspeicherkrankheit.

Symptome, Krankheiten und Ursachen

Um die genaue Art der Stoffwechselstörung, und somit auch die durch diese verursachte Erkrankung, definieren und eingrenzen zu können, muss man diagnostizieren, wo und wie genau der Körper falsch arbeitet. Stoffwechselstörungen können sich unter anderem darin äußern, dass bestimmte Stoffe und Substanzen nicht transportiert oder verarbeitet werden, dass bei der Verarbeitung entstehende Zwischenprodukte nicht korrekt abgebaut oder in zu hohem Maße produziert werden oder dass notwendige Produkte nicht langfristig und korrekt gespeichert werden. Die Möglichkeiten sind hier so weitreichend, wie es die Palette an Erkrankungen ist, die zur Familie der Stoffwechselstörungen gehören. Bei diesem Thema lässt sich also wirklich nur sehr oberflächlich pauschalisieren.

Bei der Diabetes Erkrankung wird das Blut beispielsweise überzuckert, da der Körper nicht ausreichend Insulin produziert, um den Zucker zu verarbeiten und abzubauen. Bei der Fettstoffwechselstörung ist dies ähnlich, nur dass hier zugeführte Fette betroffen sind. Bei der Gicht treten wiederum erhöhte Harnsäurewerte auf und bei der Eisenspeicherkrankheit baut der Körper zu viel des aufgenommenen Eisens ungenutzt ab. Die spürbaren Symptome einer Störung des Stoffwechsels können sehr unterschiedlich sein, kommen aber oft zu Beginn mit Mattheit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und starken Stimmungsschwankungen daher. Deshalb sollte man bei längerem Unwohlsein bestenfalls direkt einen Arzt aufsuchen. Denn: Umso länger die Erkrankung unbehandelt bleibt, umso stärker werden der Körper und die Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen. Werden die Symptome besorgniserregend, liegen meistens schon die ersten bleibenden Schäden vor.

Diagnose, Abhilfe und Therapiearten

In manchen Fällen lässt sich dem Stoffwechsel mittels Lebens- oder Ernährungsumstellungen unter die Arme greifen, um die Symptome der Stoffwechselerkrankung in Grenzen zu halten oder diese gänzlich zu beseitigen. Nicht immer ist es damit allein allerdings getan. Bei vielen Arten der bekannten Stoffwechselstörungen ist eine dauerhafte oder wenigstens langfristige Therapie von Nöten, die nicht selten auch eine regelmäßige Medikamentenzufuhr erfordert. Eine Alternative gibt es hier oftmals nicht, denn zahlreiche Stoffwechselerkrankungen können bei Nichtbehandlung oder –Beachtung auf langer Sicht tödlich enden.

Wie heilt man eine Zell- oder Gewebebeschädigung?

Gewebeschädigungen können durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden und sind heterogen: So werden zu Gewebeschäden beispielsweise Hautverbrennungen durch physikalische Hitze gezählt, aber auch Knorpelverletzungen aufgrund von Sportunfällen und Nervenschädigungen – letztere können beispielsweise hervorgerufen werden durch regenerative Erkrankungen wie Parkinson.
Zellschädigungen beschreiben Schäden einzelner Zellen und/oder derer Zellkerne; hervorgerufen werden können solche Schäden beispielsweise durch das Einwirken ionisierender Strahlung (unter anderem bei Methoden der Strahlentherapie) oder radioaktiver Strahlung.

Heilmethoden bei Gewebeschädigungen:
Je nach Art der Gewebeschäden sind verschiedene Therapieformen wirksam; als erste Hilfemaßnahme bei leichteren Hautverbrennungen werden beispielsweise äußerlich aufzutragende Mittel genutzt wie Gele aus Wasser und Geliermittel: Das Gel absorbiert Hitze und hält die Verbrennungsstelle kühl – so kann die Beschädigung weiteren Gewebes durch in der Verletzungsstelle gespeicherte Hitze verhindert werden.
Ganzheitliche Ansätze behandeln leichte, reversible Gewebeveränderungen – beispielsweise durch Ablagerungen – unter anderem mit manueller Therapie: Betroffene Körperregionen werden im Zuge entsprechender Massagen angeregt, was unter Umständen zu leichten Schmerzen führen kann; auf diese Weise soll das körpereigene Immunsystem vorhandene Schädigungen lokalisieren können, um sie dann zu bekämpfen.
Für die Heilung schwererer Gewebeschädigungen gibt es in der Forschung beispielsweise den Ansatz der regenerativen (wiederherstellenden) Methoden: Verfolgt wird dabei die Idee, dem betroffenen Patienten Stammzellen zu injizieren, die zum Aufbau von Gewebe beitragen. Ein weiterer Forschungsansatz beruht auf der Injektion oder der Transplantation von ‘gezüchtetem’ Gewebe oder von Gewebesäften; auf diese Weise soll der Körper in seiner Regenerationsfähigkeit angeregt werden.
Bei durchgeführten operativen Eingriffe – beispielsweise bei Schädigungen von Bindegewebe – werden dem Patienten beispielsweise textile Netzimplantate (sogenannte ‘meshes’) zum Stützen beschädigter Regionen implantiert.

Heilmethoden bei Zellschädigungen:
Zellen werden beispielsweise geschädigt bei der regenerativen Krankheit Alzheimer; jüngere Untersuchungen gehen davon aus, dass die Ursache unter anderem in der Beschädigung von Zellbestandteilen liegt, die für die Energieversorgung einer Zelle verantwortlich sind. So können eventuell bestimmte verabreichte Enzyme die Beschädigungsvorgänge hemmen.
Auf dem Gebiet der kosmetischen Medizin werden verschiedene Ansätze verfolgt, um altersbedingten Zellschädigungen entgegen wirken zu können; unter anderem beispielsweise durch tierische Zellen – allerdings wurden keine wissenschaftlichen Erfolge erzielt und eine entsprechende Behandlung birgt diverse Nebenwirkungen.
Heilansätze bei durch radioaktiv beschädigten Zellen liegen beispielsweise darin, zunächst eine weitere Ausbreitung und Anreicherung der Radioaktivität im Körper zu verhindern. Da sich radioaktive Substanzen in Organen wie der Schilddrüse anlagern, erfolgt eine Jodgabe, die von der Schilddrüse aufgenommen wird. Letztere ist so gesättigt und kann weniger radioaktive Substanzen anlagern. Entsprechenden Schädigungen im Blut kann beispielsweise durch Transfusionen oder Vitamingaben als Stimulationstherapie begegnet werden.

Nabelschnurblut – eine Lebensversicherung?

Seit einigen Jahren können Eltern das Nabelschnurblut ihres Säuglings gefrieren lassen. Die darin enthaltenen Stammzellen sollen das Kind im Falle einer schweren Erkrankung heilen. Private Anbieter ermöglichen eine Einlagerung gegen Geld, daneben kann man das Nabelschnurblut auch umsonst für alternative Empfänger spenden. Bei dieser Entnahme von Nabelschnurblut besteht keinerlei Gefahr für das Neugeborene und seine Mutter. Während der Einsatz von gespendetem Nabelschnurblut klinisch etabliert ist, ist der Einsatz des eigenen Nabelschnurblutes strittig.

Nabelschnurblut enthält “immunologisch unreife” Stammzellen. Das bedeutet, dass diese Stammzellen sich besser an den Körper eines Empfängers anpassen können wie Stammzellen eines erwachsenen Spenders. Grundsätzlich wendet man Stammzellen bei der Behandlung von blutbildenden und genetischen Krankheiten. Prinzipiell wird Nabelschnurblut klinisch bisher lediglich für nicht verwandte Empfänger oder bei der Erkrankung eines Geschwisterkindes eingesetzt.

Einige wenige nichtwissenschaftliche Berichte schreiben dem Einsatz von eigenem Nabelschnurblut Erfolge zu. Ob sich diese Einzelfallberichte andererseits auch auf wissenschaftlicher Basis verstärken lassen, kann man momentan nicht schätzen. Anders als für die Spenden von Nabelschnurblut an einen fremden Patienten gibt es bisher nur einige Studien, die sich auf wissenschaftlicher Basis mit der Wirksamkeit des eigenen Nabelschnurblutes auseinandersetzen. Keine von diesen Studien ist bis jetzt abgeschlossen und die statistische Überprüfung steht noch aus. Es gibt auch noch keinerlei Berichte über Langzeitwirksamkeit und eventuelle temporäre Effekte. Man kann jedoch mit Sicherheit sagen, dass bei Leukämie eigenes Nabelschnurblut auf keinen Fall zur Therapie verwendet werden darf. In einigen Fällen konnte nachgewiesen werden, dass Leukämiezellen bereits im Nabelschnurblut vorhanden sind. Das eigene Immunsystem kann den Krebs dann nicht ersehen, und das Risiko eines Rückfalls steigt.
Im Falle einer Spende trägt die öffentliche Nabelschnurblutbank die Unkosten. Erkrankt das Kind oder eines seiner Schwestern und Brüder, kann das Nabelschnurblut aber angefragt werden. Nach aktueller Sachkenntnis ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nachwuchs seine eigenen Stammzellen benötigt, gering. Sie liegt bei ca. 0,0004%.

Der technische Aufwand dieser Einlagerung von Nabelschnurblut ist beträchtlich, daraus resultieren selbstverständlich Kosten*. Durch Kältekonservierung werden die Stammzellen in eine Art Schlaf versetzt. Bei dieser Kälte leben die Zellen noch, aber ihr Stoffwechsel arbeitet in einer extremen Langsamkeit. Vor der Einlagerung wird sicherlich durch umfangreiche Untersuchungen geprüft, ob das Nabelschnurblut “gesund” und damit verwendbar ist. Nur dann darf es einlagern und verwendet werden. Bei der Eigenspende mit Nabelschnurblut besteht daher keine Erkrankungsgefahr.

Eigene Stammzellen haben im Vergleich zu gespendeten Stammzellen den Vorteil, dass das körpereigene Abwehrsystem sie nicht abstößt. Die eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen wurden unter anderem bereits zur Therapie von frühkindlichen Hirnschäden, Typ-1- Diabetes, Knochenmarkversagen und Tumorerkrankungen eingesetzt, gespendete Stammzellen dagegen bei Bluterkrankungen wie der Leukämie.
Zurzeit sind Nabelschnurblute von 75.000 Kindern eingelagert. Obwohl unsere Patienten im Schnitt erst drei Jahre alt sind, haben wir derzeit ein Verhältnis von einer Anwendung auf 5.000 privat eingelagerte Nabelschnurblute. Im Alter bis 70 rechnen Stammzellforscher mit einer Wahrscheinlichkeit zwischen 1:200 und 1:7, dass Stammzellen benötigt werden. Erziehungsberechtigte sollten frei entscheiden, ob sie das Nabelschnurblut ihres Kindes privat einlagern oder spenden wollen. Relevant ist, dass das wertvolle Nabelschnurblut nicht im Müll landet. Es gibt gute Gründe, die Stammzellen für den eigenen Nachwuchs aufzuheben, und es gibt gute Gründe, sie zu spenden. Die Eltern sollen aber wissen, dass gespendetes Nabelschnurblut im Falle des Eigenbedarfs für das Nachwuchs nur in sehr seltenen Fällen noch zur Verfügung steht.

*Eine Nabelschnurblut-Einlagerung – ab als Spende oder fürs eigene Kind – kostet in Deutschland rund 2000 EUR. Bei Vita 34 kostet sie 2.590 EUR inkl. 25 Jahre Lagerung, bei der Spende übernimmt die Bank die Kosten.